Coxarthrose Symptome: Erkennen Sie frühe Warnzeichen
Eine Coxarthrose entwickelt sich meist schleichend. Häufig beginnt die Hüftarthrose mit einem Ziehen in der Leiste, einer steifen Hüfte nach längerem Sitzen oder dem Gefühl, beim Gehen nicht mehr ganz „rund“ zu laufen. Viele Patientinnen und Patienten nehmen diese ersten Coxarthrose-Symptome zunächst nicht als Zeichen einer Hüftarthrose wahr.
Die Beschwerden treten nach einem längeren Spaziergang, beim Treppensteigen oder nach sportlicher Belastung auf und verschwinden anschließend wieder. Mit der Zeit können diese Phasen häufiger werden und die Belastbarkeit der Hüfte zunehmend einschränken.
Typical questions include:
Wo hat man Schmerzen bei Coxarthrose?
Wie macht sich Hüftarthrose im Anfangsstadium bemerkbar?
Können Hüftschmerzen bis ins Knie ausstrahlen?
Was bedeutet Coxarthrose Grad 2, 3 oder 4?
Welche Behandlung hilft bei Hüftarthrose?
Kann eine Hüftarthrose ohne Operation behandelt werden?
In diesem Ratgeber erklären wir, welche Symptome für eine Coxarthrose typisch sind, wie eine Hüftarthrose diagnostiziert wird, was verschiedene Arthrosestadien bedeuten und welche konservativen, interventionellen und operativen Behandlungsmöglichkeiten infrage kommen.
Im ROC Regenerativen Centrum in Aschheim bei München betrachten wir dabei nicht nur das Röntgen- oder MRT-Bild. Entscheidend ist für uns das Zusammenspiel aus Beschwerden, Beweglichkeit, Muskelkraft, Gelenkfunktion, Bildgebung und Ihren persönlichen Zielen.
Coxarthrose – medizinisch auch Koxarthrose geschrieben – bezeichnet eine Arthrose des Hüftgelenks. Das Hüftgelenk besteht aus dem kugelförmigen Hüftkopf des Oberschenkelknochens und der Hüftpfanne des Beckens. Beide Gelenkflächen sind mit Knorpel überzogen. Dieser ermöglicht eine möglichst reibungsarme Bewegung und verteilt Belastungen innerhalb des Gelenks. Bei einer Hüftarthrose verändert sich nicht ausschließlich dieser Gelenkknorpel.
Auch andere Strukturen können beteiligt sein, beispielsweise:
gelenknaher Knochen,
Joint capsule,
Synovial membrane,
Labrum,
Sehnen und Muskeln rund um die Hüfte.
Deshalb ist Coxarthrose mehr als einfacher „Knorpelverschleiß“. Im Verlauf können der Gelenkspalt schmaler werden, knöcherne Anbauten entstehen und sich die Form der Gelenkflächen verändern. Gleichzeitig kann die Beweglichkeit abnehmen und die Muskulatur rund um Hüfte und Becken an Kraft verlieren. Wie stark diese Veränderungen Schmerzen verursachen, ist individuell sehr unterschiedlich.
ögert. Manche Betroffene merken während des Trainings zunächst wenig – am nächsten Morgen sind die ersten Schritte dagegen deutlich schmerzhaft.
Coxarthrose und Hüftarthrose: Gibt es einen Unterschied?
Nein. Coxarthrose, Koxarthrose und Hüftarthrose bezeichnen grundsätzlich dasselbe Krankheitsbild. „Koxarthrose“ ist die medizinisch gebräuchliche deutsche Schreibweise. Viele Patientinnen und Patienten suchen im Internet jedoch nach Begriffen wie:
Coxarthrose
Arthrose Hüfte
Hüftgelenksarthrose
Hüftverschleiß
Coxarthrose Symptome
Hüftarthrose Behandlung
Für die Diagnose spielt die Bezeichnung keine Rolle. Entscheidend ist, welche Strukturen betroffen sind und wie stark Funktion und Alltag eingeschränkt sind.
Wie entsteht eine Hüftarthrose?
Eine Coxarthrose entsteht normalerweise nicht durch einen einzigen Auslöser. Verschiedene Faktoren können dazu beitragen, dass sich die Belastungsverhältnisse und die Struktur des Hüftgelenks im Laufe der Zeit verändern.
Mögliche Risikofaktoren und Ursachen sind:
höheres Lebensalter,
genetische Veranlagung,
Hüftdysplasie,
bestimmte Formveränderungen des Hüftgelenks,
frühere Verletzungen oder Frakturen,
vorausgegangene Operationen,
entzündliche Gelenkerkrankungen,
Hüftkopfnekrose,
langfristig hohe mechanische Belastung,
deutlich erhöhtes Körpergewicht.
Nicht jede Coxarthrose lässt sich auf eine einzelne Ursache zurückführen. Bei einigen Patientinnen und Patienten entwickelt sich die Arthrose trotz fehlender offensichtlicher Vorerkrankung. Bei anderen lässt sich eine bereits seit jungen Jahren bestehende anatomische Veränderung erkennen, die die Belastungsverteilung im Hüftgelenk beeinflusst.
Hüftdysplasie als Ursache einer Coxarthrose
Eine Hüftdysplasie ist eine Fehlentwicklung der Hüftpfanne, bei der der Hüftkopf nicht optimal überdacht wird. Dadurch kann sich die Gelenkbelastung auf eine kleinere Fläche konzentrieren. Langfristig kann das Risiko für eine vorzeitige Hüftarthrose steigen. Gerade wenn eine Coxarthrose bereits in vergleichsweise jungen Jahren auftritt, lohnt sich deshalb die Frage, ob anatomische Faktoren zur Entwicklung beigetragen haben.
Kann Sport eine Coxarthrose verursachen?
Sport allein bedeutet nicht automatisch, dass eine Hüftarthrose entsteht. Regelmäßige Bewegung ist vielmehr ein wichtiger Bestandteil der Prävention und Behandlung vieler Gelenkbeschwerden.
Problematisch können bestimmte Situationen werden, beispielsweise:
wiederholte sehr hohe Belastung,
vorausgegangene Hüftverletzungen,
stark eingeschränkte Beweglichkeit,
bestimmte anatomische Veränderungen,
dauerhaftes Training trotz deutlicher Beschwerden.
Deshalb sollte nicht pauschal zwischen „guten“ und „schlechten“ Sportarten unterschieden werden. Entscheidend ist, welche Belastung das individuelle Hüftgelenk aktuell toleriert.
Kann man Coxarthrose wegtrainieren?
Eine bereits bestehende Hüftarthrose lässt sich durch Übungen nicht einfach rückgängig machen. Das bedeutet aber keineswegs, dass Training wirkungslos ist.
Gezielte Bewegung und Krafttraining können dabei helfen,
Muskelkraft aufzubauen,
Beweglichkeit zu erhalten,
Alltagsfunktionen zu verbessern,
Belastungen besser zu kontrollieren,
Beschwerden zu reduzieren,
körperlich aktiv zu bleiben.
Besonders relevant sind häufig Gesäßmuskulatur, Oberschenkelmuskulatur und die Kontrolle von Becken und Beinachse. Eine gute Coxarthrose-Behandlung besteht deshalb häufig nicht darin, das Gelenk möglichst wenig zu benutzen, sondern Belastung und Belastbarkeit sinnvoll aufeinander abzustimmen.
Leistenschmerzen als typisches Symptom der Hüftarthrose
Der klassische Coxarthrose-Schmerz liegt häufig tief in der Leiste. Viele Patientinnen und Patienten vermuten deshalb zunächst eine Zerrung, einen Leistenbruch oder ein muskuläres Problem.
Der Schmerz kann:
tief in der Leiste liegen,
in den vorderen Oberschenkel ausstrahlen,
seitlich an der Hüfte wahrgenommen werden,
bis zum Knie ziehen.
Besonders typisch ist eine Kombination aus Leistenschmerz und eingeschränkter Hüftbeweglichkeit.
Beschwerden können beispielsweise auftreten beim:
längeren Gehen,
Climbing stairs,
Aufstehen,
Einsteigen ins Auto,
Anziehen von Schuhen und Socken,
Beugen und Drehen der Hüfte.
Anlaufschmerz bei Coxarthrose
Ein weiteres häufiges Hüftarthrose-Symptom ist der sogenannte Anlaufschmerz. Nach längerem Sitzen oder morgens nach dem Aufstehen fühlt sich die Hüfte steif oder schmerzhaft an. Die ersten Schritte fallen schwer, anschließend kann das Gehen zunächst wieder leichter werden. Dieses Muster führt häufig dazu, dass Betroffene lange abwarten.
„Wenn es nach ein paar Minuten wieder geht, kann es nicht so schlimm sein.“
So einfach ist es allerdings nicht. Wiederkehrender Anlaufschmerz kann ein Hinweis auf eine Gelenkerkrankung sein und sollte insbesondere dann untersucht werden, wenn gleichzeitig Beweglichkeit oder Belastbarkeit abnehmen.
Morgensteifigkeit bei Hüftarthrose
Auch eine steife Hüfte am Morgen kann zu den Symptomen einer Coxarthrose gehören.
Dabei fällt häufig auf, dass bestimmte Bewegungen schwieriger werden:
Bein anheben,
Hüfte beugen,
Bein nach außen führen,
Hüfte drehen.
Eine ausgeprägte oder ungewöhnlich lang anhaltende Morgensteifigkeit kann jedoch auch bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen vorkommen. Deshalb sollte das Symptom immer im Zusammenhang mit Alter, Schmerzverlauf, weiteren Gelenkbeschwerden und klinischem Befund beurteilt werden.
Eingeschränkte Innenrotation: Ein typischer Befund bei Coxarthrose
Bei einer Hüftarthrose kann insbesondere die Innenrotation des Hüftgelenks eingeschränkt und schmerzhaft sein. Dabei wird der Oberschenkel im Hüftgelenk nach innen gedreht.
Im Alltag zeigt sich eine eingeschränkte Beweglichkeit beispielsweise beim:
Schuhe anziehen,
Socken anziehen,
Beine überkreuzen,
Einsteigen ins Auto,
Drehen im Stand.
Im Rahmen der orthopädischen Untersuchung prüfen wir deshalb den Bewegungsumfang der Hüfte in verschiedene Richtungen und vergleichen beide Seiten. Die Innenrotation allein diagnostiziert jedoch keine Coxarthrose. Sie ist ein klinischer Hinweis, der gemeinsam mit weiteren Befunden bewertet werden muss.
Belastungsschmerzen bei Hüftarthrose
Im frühen Verlauf einer Coxarthrose treten Schmerzen häufig vor allem bei Belastung auf.
Typische Situationen sind:
längere Spaziergänge,
längeres Stehen,
Climbing stairs,
Hiking,
sportliche Aktivitäten,
wiederholtes Aufstehen und Hinsetzen.
Nach einer Ruhephase können die Beschwerden zunächst wieder zurückgehen. Im weiteren Verlauf verkürzt sich bei manchen Betroffenen die schmerzfreie Gehstrecke zunehmend. Das ist ein wichtiger Punkt bei der Beurteilung der Erkrankung: Nicht nur die Schmerzintensität zählt, sondern auch die Frage, was im Alltag noch möglich ist.
Ruheschmerzen und Nachtschmerzen bei Coxarthrose
Bei einer fortgeschrittenen Hüftarthrose können Schmerzen auch in Ruhe auftreten.
Manche Patientinnen und Patienten berichten beispielsweise, dass:
die Hüfte abends nach Belastung nachschmerzt,
sie nachts durch Schmerzen aufwachen,
längeres Liegen unangenehm wird,
sie nachts häufig die Position wechseln müssen.
Ruheschmerzen und Nachtschmerzen sollten jedoch nicht automatisch einer Coxarthrose zugeschrieben werden. Auch andere Erkrankungen können ähnliche Beschwerden verursachen. Dazu gehören beispielsweise entzündliche Gelenkerkrankungen, Erkrankungen der Sehnen und Schleimbeutel oder eine Hüftkopfnekrose. Bei neu auftretenden oder ausgeprägten Nachtschmerzen empfehlen wir deshalb eine orthopädische Abklärung.
Diagnostik bei Coxarthrose: Wie wird Hüftarthrose festgestellt?
Eine gute Coxarthrose-Diagnostik beginnt nicht mit dem Röntgenbild, sondern mit Ihren Beschwerden. Wo sitzt der Schmerz? Strahlt er in Oberschenkel oder Knie aus? Wann tritt er auf? Wie weit können Sie noch schmerzarm gehen? Welche Bewegungen fallen schwer? Können Sie Schuhe und Socken problemlos anziehen? Gibt es Ruhe- oder Nachtschmerzen? Welche sportlichen oder beruflichen Belastungen spielen eine Rolle? Solche Informationen helfen dabei, eine Hüftarthrose von anderen möglichen Ursachen für Hüft-, Leisten- oder Beinschmerzen abzugrenzen. Im nächsten Schritt folgt die körperliche Untersuchung.
Dabei prüfen wir bei ROC Ortho unter anderem:
Beweglichkeit des Hüftgelenks,
Innen- und Außenrotation,
Beugung und Streckung,
Muscle strength,
Schmerzprovokation,
Beinlänge und Beckenstellung,
Gangbild,
angrenzende Gelenke und Wirbelsäule.
Gerade bei Coxarthrose ist wichtig, nicht ausschließlich dort zu untersuchen, wo der Schmerz wahrgenommen wird. Hüfte, Knie und Lendenwirbelsäule können Beschwerden gegenseitig beeinflussen oder Schmerzen in andere Regionen projizieren.
Röntgen bei Coxarthrose
Das Röntgen gehört zu den wichtigsten bildgebenden Verfahren bei Verdacht auf Hüftarthrose. Mit einer Röntgenuntersuchung können wir insbesondere knöcherne Veränderungen beurteilen.
These include, for example:
Verschmälerung des Gelenkspalts,
knöcherne Anbauten,
Veränderungen des gelenknahen Knochens,
Formveränderungen von Hüftkopf und Hüftpfanne.
Diese Befunde können Hinweise auf Art und Ausprägung einer Coxarthrose geben. Bei ROC Ortho nutzen wir digitales Röntgen, wenn die Fragestellung eine röntgenologische Beurteilung sinnvoll macht. Wichtig bleibt jedoch: Das Röntgenbild allein entscheidet nicht über die Therapie. Ein ausgeprägter Bildbefund kann mit vergleichsweise moderaten Beschwerden einhergehen. Umgekehrt können Menschen trotz weniger auffälliger Veränderungen deutliche Schmerzen und Funktionseinschränkungen haben. Deshalb kombinieren wir Bildgebung und klinischen Befund.
MRT bei Hüftarthrose: Wann ist es sinnvoll?
Nicht jede Coxarthrose benötigt ein MRT. Wenn Beschwerden, körperliche Untersuchung und Röntgenbefund jedoch nicht ausreichend zusammenpassen oder zusätzliche Strukturen beurteilt werden sollen, kann eine MRT-Untersuchung sinnvoll sein.
Mit dem MRT lassen sich unter anderem darstellen:
Articular cartilage,
Bone marrow,
Labrum,
Sehnen,
Muskulatur,
Schleimbeutel,
Joint effusions,
weitere Weichteilstrukturen.
Das kann insbesondere bei unklaren Leistenschmerzen oder komplexen Hüftbeschwerden helfen. Auch mögliche Differentialdiagnosen wie bestimmte Sehnenprobleme, Labrumveränderungen oder eine Hüftkopfnekrose können je nach Fragestellung genauer beurteilt werden. Bei ROC Ortho steht dafür ein offenes MRT in Aschheim zur Verfügung. Das offene System bietet seitlich mehr Raum als eine klassische geschlossene MRT-Röhre und kann deshalb insbesondere für Patientinnen und Patienten angenehm sein, die Enge als belastend empfinden.
Ultraschall bei Hüftschmerzen
Auch die Sonographie kann bei Hüftbeschwerden wertvolle Informationen liefern. Im Ultraschall lassen sich beispielsweise oberflächliche Weichteilstrukturen, Sehnen, Schleimbeutel und Flüssigkeitsansammlungen dynamisch untersuchen. Das ist besonders hilfreich, wenn Beschwerden möglicherweise nicht primär aus dem Hüftgelenk selbst stammen. Eine seitliche Hüftschmerzsymptomatik kann beispielsweise auch durch Sehnenansätze oder Schleimbeutelregionen verursacht werden. Ultraschall und Röntgen erfüllen deshalb unterschiedliche Aufgaben und können sich abhängig von der Fragestellung ergänzen.
Funktionsdiagnostik bei Coxarthrose
Bei manchen Patientinnen und Patienten reicht es nicht aus, nur das Hüftgelenk im Bild zu betrachten. Wenn Gangbild, Belastungsverteilung oder Ausweichbewegungen auffällig sind, kann eine funktionelle Untersuchung zusätzliche Hinweise liefern. Eine Pedobarographie und Ganganalyse kann beispielsweise zeigen, wie sich Belastungen beim Gehen verteilen und ob sich durch Schonhaltung funktionelle Veränderungen entwickelt haben. Dabei gilt: Ein verändertes Gangbild ist nicht automatisch die Ursache der Coxarthrose. Häufig entsteht es auch als Reaktion auf Schmerzen und eingeschränkte Beweglichkeit. Zusätzliche Diagnostik wie Laboruntersuchungen ist vor allem dann sinnvoll, wenn sich aus Anamnese und Untersuchung konkrete Hinweise auf entzündliche, stoffwechselbedingte oder andere systemische Ursachen ergeben
Wann sollte eine Hüftarthrose abgeklärt werden?
Eine orthopädische Untersuchung ist sinnvoll, wenn:
Leistenschmerzen wiederholt auftreten,
die Hüfte zunehmend steif wird,
die Gehstrecke deutlich kürzer wird,
Treppensteigen immer schwieriger fällt,
Sie beim Einsteigen ins Auto Probleme haben,
Schuhe oder Socken schwieriger anzuziehen sind,
Schmerzen bis zum Knie ausstrahlen,
Ruhe- oder Nachtschmerzen hinzukommen,
Sie zunehmend hinken oder Schonhaltungen entwickeln.
Je früher klar ist, woher die Beschwerden stammen, desto gezielter lässt sich die weitere Behandlung planen.
Behandlung bei Hüftarthrose: Was hilft bei Coxarthrose?
Die Behandlung einer Coxarthrose richtet sich nicht allein nach einem radiologischen Arthrosegrad.
Entscheidend sind:
Schmerzintensität,
Mobility,
Muscle strength,
Gehstrecke,
Alltagseinschränkung,
bisherige Therapie,
Concomitant conditions,
individuelle Ziele.
Ein sportlich aktiver Patient mit Coxarthrose hat andere Anforderungen als eine Patientin, deren größtes Ziel darin besteht, wieder schmerzärmer einzukaufen oder Treppen zu bewältigen. Deshalb behandeln wir bei ROC Ortho nicht nach einem festen Standardschema. Stattdessen kombinieren wir abhängig vom Befund verschiedene Therapiebausteine.
Hüftarthrose ohne Operation behandeln
Viele Patientinnen und Patienten möchten wissen, was sie bei Hüftarthrose tun können, bevor eine Operation infrage kommt.
Konservative Behandlungsmöglichkeiten können je nach Situation beispielsweise umfassen:
gezielte Bewegung und Krafttraining,
Physical therapy,
Anpassung belastender Aktivitäten,
Gewichtsreduktion bei entsprechendem Bedarf,
Schmerzmedikation,
Hilfsmittel,
Infiltrationstherapien,
ausgewählte weitere Verfahren.
Das Ziel besteht darin, Schmerzen zu reduzieren, Beweglichkeit und Funktion möglichst gut zu erhalten und körperliche Aktivität weiterhin zu ermöglichen. Ob damit eine Operation langfristig vermieden oder hinausgezögert werden kann, hängt vom individuellen Verlauf ab.
Physiotherapie bei Coxarthrose
Physiotherapie kann bei Hüftarthrose mehrere Ziele verfolgen.
These include, among other things:
Muskelkraft verbessern,
Beweglichkeit erhalten,
Schonhaltungen reduzieren,
Gangbild verbessern,
Rumpf und Becken stabilisieren,
Alltagssituationen besser bewältigen.
Besonders relevant sind häufig die Gesäßmuskulatur, die seitlichen Hüftstabilisatoren, Oberschenkelmuskulatur und Rumpfkontrolle. Bei ROC Physio kann der Trainingsaufbau entsprechend der orthopädischen Diagnose und individuellen Belastbarkeit gestaltet werden.
Coxarthrose-Übungen: Welche Übungen sind sinnvoll?
Übungen bei Hüftarthrose können dazu beitragen, Kraft und Funktion zu verbessern. Sie bauen jedoch keinen bereits verlorenen Gelenkknorpel einfach wieder auf.
Typische Trainingsziele sind:
Hüftbeweglichkeit erhalten,
Gesäßmuskulatur stärken,
Hüftstabilisatoren trainieren,
Rumpfkraft verbessern,
Gang und Stand sicherer machen,
allgemeine Belastbarkeit steigern.
Possible exercises include, for example:
kontrolliertes Aufstehen vom Stuhl,
seitliches Beinheben,
Hüftstreckung,
Brückenübungen,
Balanceübungen,
individuell angepasste Mobilisation.
Entscheidend ist die Dosierung. Eine Übung, die reproduzierbar starke Leistenschmerzen auslöst oder die Beschwerden anschließend deutlich verstärkt, sollte angepasst werden.
Welche Übungen sollte man bei Hüftarthrose vermeiden?
Es gibt keine einzelne Bewegung, die bei jeder Coxarthrose grundsätzlich verboten ist. Reduziert werden sollten vor allem Belastungen, die individuell deutliche Beschwerden provozieren.
Das können beispielsweise sein:
sehr tiefe Hüftbeugung,
schnelle Richtungswechsel,
hohe Stoßbelastungen,
lange Gefällstrecken,
intensive Belastungen bei bereits gereiztem Gelenk.
Das Ziel lautet nicht, möglichst viele Bewegungen zu vermeiden. Vielmehr sollte die Hüfte innerhalb eines verträglichen Bereichs regelmäßig belastet werden.
Einfache Übung: Wadenheben bei Achillessehnenschmerzen
Bei einer Coxarthrose gehen wir schrittweise vor.
Zunächst klären wir:
Woher kommen die Beschwerden?
Wie ausgeprägt ist die Arthrose?
Welche Strukturen sind zusätzlich beteiligt?
Wie beweglich und belastbar ist die Hüfte?
Welche Therapien wurden bereits versucht?
Welche Ziele möchten Sie wieder erreichen?
Danach entscheiden wir gemeinsam, welche Behandlung realistisch sinnvoll ist.
Das kann beispielsweise bedeuten:
Bewegung und Muskelaufbau,
targeted physical therapy,
medikamentöse Behandlung,
Infiltrationen,
ausgewählte regenerative Verfahren,
Verlaufskontrollen,
oder bei fortgeschrittener Situation die Empfehlung, eine Hüftoperation zu prüfen.
Wenn eine Behandlung keine ausreichende Verbesserung bringt, sollte der Plan angepasst werden.
Infiltration bei Hüftarthrose
Wenn konservative Maßnahmen allein keine ausreichende Beschwerdelinderung erreichen, können bei ausgewählten Patientinnen und Patienten Injektionen diskutiert werden. Das Hüftgelenk liegt vergleichsweise tief im Körper. Eine präzise anatomische Orientierung ist deshalb besonders wichtig. Bei ROC Ortho setzen wir Infiltrationstherapien abhängig von Befund und Indikation ein. Welche Substanz infrage kommt, hängt von der konkreten Fragestellung ab. Eine Infiltration sollte nicht als Ersatz für Bewegung und Muskelaufbau verstanden werden. Wenn sie Schmerzen reduziert, kann die gewonnene Beweglichkeit vielmehr genutzt werden, um aktive Therapie wieder besser durchführen zu können.
Kortison bei Coxarthrose
Kortison kann bei bestimmten entzündlich aktivierten Gelenkbeschwerden kurzfristig Schmerzen reduzieren. Ob eine Kortisoninjektion bei Hüftarthrose sinnvoll ist, hängt vom individuellen Befund ab. Dabei spielen unter anderem Beschwerdeintensität, Entzündungszeichen, Begleiterkrankungen und mögliche weitere Behandlungen eine Rolle. Kortison ist deshalb keine pauschale Dauertherapie für Coxarthrose. Insbesondere Häufigkeit und Zeitpunkt einer Anwendung sollten sorgfältig abgewogen werden.
PRP bei Hüftarthrose
Auch die Eigenbluttherapie mit plättchenreichem Plasma – kurz PRP – wird bei Arthrose diskutiert. Bei der PRP- und Eigenbluttherapie im ROC wird körpereigenes Blut aufbereitet, um eine erhöhte Konzentration an Blutplättchen zu gewinnen. Diese enthalten verschiedene Signalstoffe, die an biologischen Prozessen im Gewebe beteiligt sind. Wichtig ist jedoch eine realistische Einordnung: PRP baut einen fortgeschritten zerstörten Hüftknorpel nicht einfach neu auf und ist keine Garantie dafür, eine Operation zu vermeiden. Die wissenschaftliche Datenlage zur PRP-Behandlung der Hüftarthrose ist weniger eindeutig als bei manchen anderen Gelenkerkrankungen. Deshalb prüfen wir eine PRP-Behandlung individuell und abhängig von Befund, Beschwerden, bisherigen Therapien und persönlichen Zielen.
Stammzellentherapie bei Hüftarthrose
Auch regenerative Zelltherapien werden bei Coxarthrose zunehmend nachgefragt. Bei ROC Ortho prüfen wir solche Verfahren bei ausgewählten Patientinnen und Patienten erst nach einer ausführlichen orthopädischen Untersuchung. Informationen zu unserem Ansatz finden Sie unter Stammzellentherapie bei Arthrose sowie zur Stammzellen-Eigenfett-Therapie. Entscheidend ist eine realistische Erwartungshaltung. Auch regenerative Zelltherapien können einen stark zerstörten Hüftkopf oder einen vollständig aufgehobenen Gelenkspalt nicht einfach wiederherstellen. Das Ziel solcher Verfahren kann – abhängig von Methode und individueller Situation – darin liegen, Beschwerden und Gelenkmilieu zu beeinflussen. Ob eine Behandlung sinnvoll ist, lässt sich deshalb nicht allein anhand des Arthrosegrades entscheiden.
Warum wir Coxarthrose im ROC umfassend betrachten
Coxarthrose betrifft nicht nur den Gelenkknorpel.
Schmerzen verändern häufig auch:
Muscle strength,
Mobility,
Gangbild,
körperliche Aktivität,
Schlaf,
Alltag und Beruf,
sportliche Möglichkeiten.
Deshalb reicht ein einzelnes Röntgenbild für eine gute Therapieentscheidung nicht aus. In unserer Orthopädie Praxis in Aschheim verbinden wir orthopädische Untersuchung, moderne Bildgebung, Funktionsdiagnostik, Physiotherapie und – wenn medizinisch sinnvoll – weitere konservative, interventionelle oder regenerative Verfahren. Unser Ziel ist dabei nicht, möglichst viele Behandlungsmethoden einzusetzen. Wir möchten herausfinden, welche Maßnahme zu welchem Zeitpunkt sinnvoll ist.
Wann sollten Sie mit Hüftschmerzen einen Termin vereinbaren?
Eine orthopädische Abklärung ist sinnvoll, wenn:
Leistenschmerzen seit mehreren Wochen bestehen,
Anlaufschmerzen regelmäßig auftreten,
die Hüfte zunehmend steif wird,
Sie deutlich kürzere Strecken gehen können,
Schmerzen bis zum Knie ausstrahlen,
Sie nachts wegen der Hüfte aufwachen,
Sie zunehmend hinken,
bereits Coxarthrose Grad 2, 3 oder 4 diagnostiziert wurde,
Sie eine Zweitmeinung zur Hüftprothese wünschen,
Sie wissen möchten, welche konservativen oder regenerativen Möglichkeiten noch bestehen.
Über den Servicebereich von ROC Ortho können Sie einen Termin zur orthopädischen Abklärung in Aschheim bei München vereinbaren.
Wenn bereits Röntgen- oder MRT-Aufnahmen vorhanden sind, können diese für die Beurteilung hilfreich sein.
Typische Coxarthrose-Symptome sind Schmerzen tief in der Leiste, Anlaufschmerz nach Ruhe, Steifigkeit und eine zunehmend eingeschränkte Beweglichkeit der Hüfte. Die Schmerzen können in den vorderen Oberschenkel oder bis zum Knie ausstrahlen. Bei fortgeschrittener Hüftarthrose können auch kürzere Gehstrecken, Schonhinken sowie Ruhe- oder Nachtschmerzen auftreten.
Wo hat man Schmerzen bei Hüftarthrose?
Der typische Schmerz einer Hüftarthrose liegt häufig in der Leiste. Er kann jedoch auch im Oberschenkel, Gesäß, an der seitlichen Hüfte oder sogar im Knie wahrgenommen werden. Deshalb ist die Schmerzlokalisation allein nicht ausreichend für die Diagnose.
Kann Coxarthrose Knieschmerzen verursachen?
Ja. Schmerzen aus dem Hüftgelenk können in den Oberschenkel und bis zum Knie ausstrahlen. Wenn Knieschmerzen auftreten und gleichzeitig die Hüfte steif ist oder Leistenschmerzen bestehen, sollte deshalb auch das Hüftgelenk untersucht werden.
Können Rückenschmerzen von einer Coxarthrose kommen?
Eine eingeschränkte Hüftbeweglichkeit und ein verändertes Gangbild können Auswirkungen auf Becken und Lendenwirbelsäule haben. Gleichzeitig können Schmerzen aus der Wirbelsäule in die Hüftregion ausstrahlen. Deshalb ist bei kombinierten Rücken- und Hüftbeschwerden häufig eine Untersuchung beider Regionen sinnvoll.
Welche Sportarten sind bei Hüftarthrose geeignet?
Viele Menschen mit Coxarthrose kommen gut mit kontrollierbaren Ausdauerbelastungen zurecht. Dazu können beispielsweise Radfahren, Schwimmen, Aquatraining, Walking und angepasstes Krafttraining gehören. Entscheidend ist weniger die Sportart selbst als die individuelle Reaktion des Hüftgelenks.
Welche Medikamente helfen bei Coxarthrose?
Nichtsteroidale Antirheumatika, kurz NSAR, können bei symptomatischer Hüftarthrose Schmerzen reduzieren, wenn keine medizinischen Gegenanzeigen bestehen. Bei längerer Einnahme müssen mögliche Risiken und Wechselwirkungen berücksichtigt werden. Schmerzmittel sind jedoch nur ein Bestandteil der Coxarthrose-Behandlung und ersetzen Bewegung und Muskelaufbau nicht.
Kann man eine Hüftprothese durch konservative Behandlung vermeiden?
Bei manchen Patientinnen und Patienten können konservative Maßnahmen Beschwerden ausreichend kontrollieren und eine Operation lange hinauszögern oder möglicherweise vermeiden. Bei anderen schreitet die Erkrankung trotz guter konservativer Behandlung so weit fort, dass ein Gelenkersatz medizinisch sinnvoll wird. Eine seriöse Coxarthrose-Behandlung sollte deshalb weder vorschnell operieren noch eine notwendige Operation um jeden Preis verhindern wollen.
To provide you with an optimal experience, we use technologies such as cookies to store and/or access device information. If you consent to these technologies, we may process data such as browsing behavior or unique IDs on this website. If you do not give or withdraw your consent, certain features and functions may be impaired.
Functional
Always active
The technical storage or access is strictly necessary for the legitimate purpose of enabling the use of a specific service expressly requested by the subscriber or user, or for the sole purpose of carrying out the transmission of a communication over an electronic communications network.
Preferences
The technical storage or access is necessary for the legitimate purpose of storing preferences that have not been requested by the subscriber or user.
Statistics
Technical storage or access used exclusively for statistical purposes.Technical storage or access used solely for anonymous statistical purposes. Without a subpoena, the voluntary consent of your Internet service provider or additional records from third parties, the information stored or accessed for this purpose alone cannot generally be used to identify you.
Marketing
The technical storage or access is necessary to create user profiles, to send advertising or to track the user on a website or across several websites for similar marketing purposes.