Behandlung von Schnappfinger & Karpaltunnelsyndrom (Spirecut)

Ein Schnappfinger oder Karpaltunnelsyndrom kann Schmerzen verursachen und die Beweglichkeit und Funktion der Hand im Alltag deutlich einschränken. Wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichend helfen und eine operative Entlastung notwendig wird, muss dafür nicht immer ein klassischer Hautschnitt erforderlich sein.

Im ROC in Aschheim bei München bieten wir mit Spirecut® ein ultraschallgesteuertes, minimalinvasives Verfahren zur Behandlung von Schnappfinger und Karpaltunnelsyndrom an. Der Eingriff erfolgt ambulant unter lokaler Betäubung und über einen kleinen Hautzugang – ohne klassischen Hautschnitt und ohne Naht.

Die Spirecut®-Behandlung auf einen Blick

  • Minimalinvasiver Eingriff ohne klassischen Hautschnitt
  • Ultraschallgesteuerte Durchführung in Echtzeit
  • Behandlung unter lokaler Betäubung
  • Ambulante Durchführung
  • Keine Hautnaht erforderlich
  • Kleiner Hautzugang
  • Behandlung von Schnappfinger und Karpaltunnelsyndrom
  • Kurzer Eingriff und in der Regel schnelle Rückkehr in den Alltag

Was ist die Spirecut®-Behandlung?

Spirecut® ist ein minimalinvasives Verfahren zur Behandlung bestimmter Engpasssyndrome an der Hand. Dazu gehören insbesondere der Schnappfinger – auch schnellender Finger oder Triggerfinger genannt – und das Karpaltunnelsyndrom.

Bei der Behandlung kommen speziell entwickelte Instrumente zum Einsatz, die über einen kleinen Hautzugang eingeführt werden. Der behandelnde Arzt verfolgt das Instrument und die umliegenden anatomischen Strukturen während des Eingriffs mithilfe hochauflösender Ultraschallbildgebung.

Dadurch kann die Struktur, die für die Einengung verantwortlich ist, gezielt entlastet werden, ohne dass dafür ein klassischer operativer Hautschnitt notwendig ist.

Welche Erkrankungen können mit Spirecut® behandelt werden?

Im ROC setzen wir Spirecut® insbesondere bei zwei häufigen Erkrankungen der Hand ein:

Schnappfinger (Triggerfinger)

Bei einem Schnappfinger gleitet die Beugesehne nicht mehr ungehindert durch das sogenannte A1-Ringband. Typisch sind ein Haken oder Schnappen des Fingers, Schmerzen und teilweise eine zunehmende Bewegungseinschränkung.

Wenn konservative Behandlungsmöglichkeiten nicht ausreichend helfen, kann eine operative Spaltung des Ringbands erforderlich werden.

Bei der Spirecut®-Behandlung wird das einengende A1-Ringband unter Ultraschallkontrolle minimalinvasiv durchtrennt. Dadurch soll die Beugesehne wieder frei gleiten können.

Karpaltunnelsyndrom

Beim Karpaltunnelsyndrom wird der Medianusnerv im Bereich des Handgelenks eingeengt. Typische Beschwerden sind Kribbeln und Taubheitsgefühle, insbesondere in Daumen, Zeige- und Mittelfinger. Häufig treten die Beschwerden nachts auf. Bei fortgeschrittener Erkrankung können zusätzlich Schmerzen, Kraftverlust oder Einschränkungen der Handfunktion auftreten.

Wenn eine operative Entlastung notwendig ist, wird das Karpalband durchtrennt, um den Druck auf den Medianusnerv zu reduzieren.

Mit Spirecut® kann diese Entlastung unter Ultraschallkontrolle über einen kleinen Hautzugang erfolgen.

Wie funktioniert die Spirecut®-Behandlung?

Der entscheidende Bestandteil des Verfahrens ist die kontinuierliche Ultraschallkontrolle. Vor und während des Eingriffs können wichtige anatomische Strukturen der Hand dargestellt werden.

Über einen kleinen Hautzugang wird anschließend das speziell entwickelte Instrument eingebracht und unter Ultraschallkontrolle an die zu behandelnde Struktur geführt.

Beim Schnappfinger wird das einengende A1-Ringband durchtrennt. Beim Karpaltunnelsyndrom erfolgt die Entlastung des Medianusnervs durch die Durchtrennung des Karpalbands.

Da kein klassischer Hautschnitt erforderlich ist, entfällt in der Regel auch eine Hautnaht.

Ablauf der Behandlung im ROC

1. Untersuchung und Diagnostik

Vor jeder Behandlung steht eine sorgfältige Untersuchung. Wir klären Ihre Beschwerden, untersuchen die betroffene Hand und prüfen, ob ein Schnappfinger beziehungsweise Karpaltunnelsyndrom vorliegt.

Beim Karpaltunnelsyndrom kann je nach Befund zusätzlich eine neurologische Diagnostik beziehungsweise Messung der Nervenleitgeschwindigkeit sinnvoll sein.

2. Individuelle Therapieentscheidung

Nicht jeder Schnappfinger und nicht jedes Karpaltunnelsyndrom muss operativ behandelt werden. Abhängig vom Stadium, der Dauer und Ausprägung der Beschwerden sowie bisherigen Behandlungen besprechen wir mit Ihnen die geeigneten Therapieoptionen.

Ist eine operative Entlastung angezeigt, prüfen wir, ob die minimalinvasive Spirecut®-Behandlung für Ihren individuellen Befund infrage kommt.

3. Lokale Betäubung

Der Eingriff erfolgt ambulant unter lokaler Betäubung. Eine Vollnarkose ist für das Verfahren in der Regel nicht erforderlich.

4. Ultraschallgesteuerte Behandlung

Unter kontinuierlicher Ultraschallkontrolle wird das Instrument über einen kleinen Hautzugang eingebracht. Die betroffene Struktur wird gezielt entlastet.

5. Nach der Behandlung

Da kein klassischer Hautschnitt und keine Hautnaht notwendig sind, ist die Wundfläche sehr klein. Wann Sie Ihre Hand wieder vollständig belasten können, hängt vom individuellen Befund und der ausgeübten Tätigkeit ab. Sie erhalten von uns konkrete Empfehlungen für die Zeit nach dem Eingriff.

Spirecut® oder klassische Operation?

Sowohl beim Schnappfinger als auch beim Karpaltunnelsyndrom besteht das Ziel einer operativen Behandlung darin, die eingeengte Struktur zu entlasten. Der wesentliche Unterschied liegt im Zugangsweg.

Bei einer klassischen offenen Operation erfolgt die Behandlung über einen Hautschnitt. Bei Spirecut® wird das Instrument über einen kleinen Hautzugang eingebracht und unter kontinuierlicher Ultraschallkontrolle geführt. Dadurch kann auf einen klassischen Hautschnitt und eine anschließende Hautnaht verzichtet werden.

Welche Methode im individuellen Fall geeignet ist, hängt von der Diagnose, dem Befund und weiteren medizinischen Faktoren ab.

Vorteile der minimalinvasiven Spirecut®-Behandlung

Kein klassischer Hautschnitt

Das Instrument wird über einen kleinen Hautzugang eingeführt. Ein größerer Hautschnitt ist nicht erforderlich.

Ultraschallkontrolle in Echtzeit

Der gesamte Eingriff wird kontinuierlich mittels Ultraschallkontrolle durchgeführt.

Lokale Betäubung

Die Behandlung kann unter lokaler Betäubung durchgeführt werden. Eine Vollnarkose nicht notwendig.

Ambulante Behandlung

Der Eingriff erfolgt ambulant im ROC in Aschheim.

Keine Hautnaht

Durch den kleinen Zugang ist keine klassische Hautnaht erforderlich.

Schnelle Rückkehr in den Alltag

Die Hand ist schneller wieder einsatzbereit als nach einer OP.

Videos zur Spirecut®-Behandlung

Behandlung eines Schnappfingers mit Spirecut
Behandlung eines Karpaltunnelsyndroms mit Spirecut

Spirecut® im ROC in Aschheim bei München

Das ROC gehört zu den ersten Einrichtungen in Deutschland, die das Spirecut®-Verfahren zur minimalinvasiven Behandlung von Schnappfinger und Karpaltunnelsyndrom eingesetzt haben.

Unsere Fachärzte verbinden die ultraschallgesteuerte Behandlung mit einer sorgfältigen orthopädischen Diagnostik. Dabei steht nicht das Verfahren selbst, sondern die Frage im Mittelpunkt, welche Behandlung für Ihren individuellen Befund medizinisch sinnvoll ist.

Ist eine operative Entlastung notwendig und Spirecut® für Ihren Befund geeignet, kann die Behandlung ambulant direkt bei uns in Aschheim durchgeführt werden.

Leiden Sie unter einem Schnappfinger, Karpaltunnelsyndrom, nächtlichem Kribbeln, Taubheitsgefühlen oder Schmerzen in der Hand? Kontaktieren Sie uns – wir prüfen gerne, ob Spirecut für Sie geeignet ist.

Telefon: 089 46259930
E-Mail: praxis@roc-ortho.de

Häufige Fragen zur Spirecut®-Behandlung