Ratgeber | 26. August 2026

Fersensporn Behandlung: Gehen Sie leichter

Eine Fersensporn Behandlung beginnt selten beim knöchernen Sporn selbst. Häufig liegt die eigentliche Ursache der Schmerzen in einer gereizten Plantarfaszie – dem kräftigen Bindegewebsband, das an der Fußsohle vom Fersenbein in Richtung Zehen verläuft.

Viele Patientinnen und Patienten beschreiben uns ein sehr typisches Gefühl: Der erste Schritt am Morgen fühlt sich wie ein Stich in die Ferse an. Nach einigen Minuten Gehen wird es besser, nach längerem Stehen, einem Arbeitstag oder beim Sport kehren die Fersenschmerzen jedoch zurück. Dieses Beschwerdebild passt häufig zu einer Plantarfasziitis, die im Alltag oft mit dem Begriff Fersensporn gleichgesetzt wird.

Bei ROC Ortho im Regenerativen Centrum in Aschheim bei München betrachten wir Fersenschmerzen deshalb nicht isoliert. Wir prüfen, wo der Schmerz tatsächlich entsteht und welche Faktoren die Plantarfaszie immer wieder belasten. Fußform, Beweglichkeit, Wadenmuskulatur, Gangbild, Schuhwerk, berufliche Belastung und sportliche Aktivitäten können dabei eine Rolle spielen.

Erst aus diesem Gesamtbild entsteht eine individuelle Fersensporn Behandlung. Unser Ziel ist nicht nur, den aktuellen Schmerz zu reduzieren, sondern die Belastung auf die Plantarfaszie so zu verändern, dass sich das gereizte Gewebe erholen und der Fuß schrittweise wieder belastbarer werden kann.

Fersensporn oder Plantarfasziitis: Warum der Sporn oft nicht die eigentliche Schmerzursache ist

Der Begriff Fersensporn vermittelt schnell ein falsches Bild: einen kleinen knöchernen Dorn, der bei jedem Schritt in das umliegende Gewebe sticht. Tatsächlich ist der Zusammenhang zwischen dem sichtbaren Fersensporn und den Beschwerden deutlich komplexer. Häufig entsteht der Schmerz am Ansatz der Plantarfaszie am Fersenbein. Wiederholte Zug- und Druckbelastungen können dort zu einer schmerzhaften Reizung führen. Im Zusammenhang mit länger bestehenden Belastungen kann sich zusätzlich ein knöcherner Fersensporn entwickeln.

Ein solcher Fersensporn lässt sich im Röntgenbild erkennen. Er muss jedoch nicht zwangsläufig Schmerzen verursachen. Manche Menschen haben einen deutlich sichtbaren Fersensporn und keinerlei Beschwerden. Umgekehrt können starke Fersenschmerzen bestehen, obwohl im Röntgenbild kein ausgeprägter Sporn erkennbar ist. Deshalb richtet sich unsere Fersensporn Behandlung nicht automatisch darauf, den sichtbaren Knochenvorsprung zu behandeln. Entscheidend ist die Frage: Welche Struktur verursacht Ihre Schmerzen und warum wird sie immer wieder überlastet?

Eine genaue Diagnose kann hier unnötige Behandlungsversuche vermeiden. Eine Einlage, Salbe oder kurzfristige Schonung kann Beschwerden zwar vorübergehend reduzieren. Bleibt die eigentliche Belastungsursache bestehen, können die Fersenschmerzen jedoch zurückkehren.

Fersensporn-Symptome: Wie fühlen sich die typischen Fersenschmerzen an?

Typische Fersensporn-Symptome beziehungsweise Beschwerden einer Plantarfasziitis zeigen sich häufig beim Anlaufen. Besonders charakteristisch sind Schmerzen bei den ersten Schritten am Morgen oder nach längeren Ruhephasen.

Häufige Symptome sind:

  • stechender Anlaufschmerz nach dem Aufstehen,
  • Fersenschmerzen nach längerem Sitzen oder Autofahren,
  • Druckschmerz an der Unterseite der Ferse,
  • Schmerzen eher im inneren Bereich des Fersenbeins,
  • zunehmende Beschwerden nach längerem Stehen oder Gehen,
  • Fersenschmerzen nach Laufen, Wandern oder anderen sportlichen Belastungen,
  • erneute Schmerzen nach Ruhephasen,
  • verändertes Abrollverhalten durch eine schmerzbedingte Schonhaltung.

Ob Frau oder Mann spielt für die typischen Fersensporn-Symptome grundsätzlich keine entscheidende Rolle. Wichtiger sind Belastung, Fußmechanik, Beweglichkeit und mögliche Begleiterkrankungen.

Nicht jeder Fersenschmerz ist allerdings ein Fersensporn. Taubheitsgefühle, ausgeprägte Schwellungen, starke nächtliche Ruheschmerzen, Fieber, Schmerzen nach einem Unfall oder eine schnelle Verschlechterung sollten zeitnah ärztlich abgeklärt werden.

Fersensporn-Diagnostik: Was wir bei ROC Ortho untersuchen

Eine gezielte Fersensporn Behandlung beginnt für uns mit der Frage, ob tatsächlich die Plantarfaszie die Beschwerden verursacht. Denn Schmerzen an der Ferse können unterschiedliche Ursachen haben.

Neben einer Plantarfasziitis beziehungsweise einem Fersensporn kommen beispielsweise Beschwerden der Achillessehne, eine Schleimbeutelreizung, eine Stressfraktur, Nervenreizungen oder andere Veränderungen des Fußes infrage.

Bei ROC Ortho untersuchen wir deshalb nicht nur den schmerzhaften Punkt an der Ferse. Wir betrachten unter anderem:

  • die genaue Schmerzlokalisation,
  • die Plantarfaszie und ihren Ansatz am Fersenbein,
  • die Beweglichkeit des Sprunggelenks,
  • die Spannung und Beweglichkeit der Wadenmuskulatur,
  • das Fußlängsgewölbe,
  • Fuß- und Beinachse,
  • Gangbild und Abrollverhalten.

Je nach Befund können wir die Diagnostik gezielt erweitern.

Mit einer Sonographie lassen sich Plantarfaszie und umliegende Weichteilstrukturen beurteilen. Ein digitales Röntgen kann knöcherne Veränderungen und einen vorhandenen Fersensporn darstellen. Bei unklaren oder länger anhaltenden Beschwerden kann ein MRT sinnvoll sein, beispielsweise wenn andere Ursachen ausgeschlossen werden müssen.

Wenn wir vermuten, dass eine ungünstige Druckverteilung oder ein verändertes Abrollverhalten die Fersenschmerzen mitverursacht, können zusätzlich Pedobarographie und Ganganalyse wichtige Informationen liefern.

So richtet sich die Fersensporn Behandlung bei ROC Ortho nicht allein nach einem sichtbaren Sporn im Röntgenbild, sondern nach der Struktur, die Ihre Beschwerden tatsächlich verursacht.

Fersensporn Behandlung: Welche Therapie ist sinnvoll?

Eine erfolgreiche Schulterimpingement-Behandlung beginnt für uns mit einer gründlichen Untersuchung. Wir prüfen Beweglichkeit, Kraft, Schulterblattführung, Schmerzpunkte sowie die Funktion der Halswirbelsäule und angrenzender Gelenke. Die meisten Fersensporn-Beschwerden beziehungsweise Plantarfasziitiden lassen sich ohne Operation behandeln. Häufig ist eine Kombination verschiedener Maßnahmen sinnvoll.

Je nach Befund kann die konservative Fersensporn Behandlung folgende Bausteine umfassen:

  • vorübergehende Anpassung der Belastung,
  • gezielte Dehnung von Wade und Plantarfaszie,
  • schrittweisen Kraftaufbau,
  • Physiotherapie,
  • geeignetes Schuhwerk,
  • individuell angepasste Einlagen bei entsprechender Fehlbelastung,
  • Stoßwellentherapie bei länger bestehenden Beschwerden,
  • weitere gezielte Verfahren bei entsprechender Indikation.

Wichtig ist uns dabei ein realistischer Blick auf den Heilungsverlauf. Eine länger gereizte Plantarfaszie benötigt Zeit, um wieder belastbarer zu werden. Eine seriöse Fersensporn Behandlung verspricht deshalb keine dauerhafte Schmerzfreiheit nach einer einzelnen Sitzung.

Unser Ziel ist vielmehr, die Schmerzen schrittweise zu reduzieren, die Ursache der Überlastung zu beeinflussen und den Fuß kontrolliert wieder an Alltag, Beruf und Sport heranzuführen.

Fersensporn behandeln: Belastung reduzieren, ohne den Fuß komplett zu schonen

Bei starken Fersenschmerzen liegt der Gedanke nahe, den Fuß möglichst wenig zu belasten. Eine vollständige und längerfristige Schonung ist jedoch meist nicht das Ziel der Fersensporn Behandlung. Gleichzeitig kann es die Beschwerden aufrechterhalten, wenn Sie trotz Schmerzen unverändert weiterlaufen, lange stehen oder intensiv trainieren. Entscheidend ist deshalb eine vorübergehende Anpassung der Belastung.

Bei akuten Beschwerden kann es sinnvoll sein, Laufkilometer, Sprungbelastungen und längeres Stehen auf harten Böden zunächst zu reduzieren. Sportarten mit geringerer Stoßbelastung können je nach Beschwerden eine Alternative sein. Wenn Sie beruflich viel stehen oder gehen, betrachten wir zusätzlich Ihre alltägliche Belastung. Schuhwerk, Untergrund, Pausengestaltung und mögliche Hilfsmittel können einen erheblichen Unterschied machen. Gerade bei sportlich aktiven Patientinnen und Patienten gehört zur Fersensporn Behandlung deshalb auch die Frage: Wann und wie können Sie wieder mit Ihrem gewohnten Training beginnen?

Ein zu schneller Wiedereinstieg kann die Plantarfaszie erneut reizen. Deshalb steigern wir die Belastung idealerweise schrittweise anhand Ihrer Beschwerden und Belastbarkeit.

Fersensporn-Übungen: Dehnung von Plantarfaszie und Wade

Gezielte Übungen gehören zu den wichtigsten Bestandteilen einer konservativen Fersensporn Behandlung. Besonders die Beweglichkeit der Wadenmuskulatur und die Belastbarkeit der Plantarfaszie spielen dabei eine Rolle.

Eine eingeschränkte Beweglichkeit im Sprunggelenk beziehungsweise eine verkürzte Wadenmuskulatur kann die Belastung auf die Plantarfaszie erhöhen. Deshalb kombinieren wir bei der Fersensporn Behandlung häufig verschiedene Übungsansätze.

Mögliche Übungen sind beispielsweise:

  • Wadendehnung: Stellen Sie sich vor eine Wand, setzen Sie das betroffene Bein nach hinten und lassen Sie die Ferse am Boden. Die Dehnung sollte deutlich, aber nicht schmerzhaft sein.
  • Dehnung der Plantarfaszie: Ziehen Sie im Sitzen die Zehen des betroffenen Fußes vorsichtig in Richtung Schienbein, bis Sie eine leichte Spannung an der Fußsohle spüren.
  • Sanfte Mobilisation der Fußsohle: Rollen Sie die Fußsohle langsam über einen kleinen Ball. Starker Druck auf die schmerzhafte Stelle ist dabei nicht notwendig.

Gerade bei ausgeprägtem morgendlichem Anlaufschmerz können sanfte Bewegungen vor den ersten Schritten hilfreich sein. Wichtig ist auch hier die Dosierung. Eine Fersensporn Behandlung profitiert nicht von möglichst schmerzhaftem Dehnen. Regelmäßige, kontrollierte Übungen sind meist sinnvoller als einzelne sehr intensive Einheiten. Im weiteren Verlauf sollte neben der Beweglichkeit auch der Kraftaufbau berücksichtigt werden. Denn ein belastbarer Fuß benötigt nicht nur flexible, sondern auch ausreichend kräftige Strukturen.

Fersensporn-Einlagen und Schuhe: Wann sind sie sinnvoll?

Viele Patientinnen und Patienten fragen uns, welche Einlagen bei einem Fersensporn helfen oder welche Schuhe sie bei Fersenschmerzen tragen sollten. Pauschal lässt sich diese Frage nicht beantworten. Einlagen können sinnvoll sein, wenn Fußform, Druckverteilung oder Abrollverhalten die Plantarfaszie zusätzlich belasten. Bei einem Knick-Senkfuß kann beispielsweise eine andere Unterstützung erforderlich sein als bei einem Hohlfuß. Deshalb empfehlen wir nicht automatisch eine standardisierte „Fersensporn-Einlage“. Entscheidend ist, ob eine Einlage die individuelle Belastung tatsächlich sinnvoll verändert.

Ähnliches gilt für das Schuhwerk. In einer akuten Schmerzphase empfinden viele Betroffene Schuhe mit ausreichender Dämpfung und stabiler Fersenführung als angenehm. Barfußlaufen auf sehr harten Böden kann die Beschwerden dagegen verstärken. Bei auffälligem Gangbild oder wiederkehrenden Fersenschmerzen können wir im ROC die Druckverteilung unter dem Fuß genauer untersuchen. Mithilfe von Pedobarographie und Ganganalyse lässt sich erkennen, wie Sie den Fuß belasten und abrollen. Diese Informationen können anschließend in die Fersensporn Behandlung, die Auswahl geeigneter Einlagen und den physiotherapeutischen Belastungsaufbau einfließen.

Fersensporn Behandlung mit Stoßwelle: Wann ist sie sinnvoll?

Stoßwellentherapie am Ellenbogen im ROC Orthopädie Aschheim in München mit einem modernen Therapiegerät zur Schmerzlinderung und Regeneration.

Die Fersensporn Behandlung mit Stoßwelle kommt häufig dann ins Spiel, wenn Dehnübungen, Belastungsanpassung, geeignetes Schuhwerk oder Einlagen über einen längeren Zeitraum keine ausreichende Besserung gebracht haben. Besonders bei einer chronischen Plantarfasziitis kann die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) eine sinnvolle Ergänzung der konservativen Behandlung sein.

Bei der Stoßwellentherapie werden mechanische Impulse gezielt in den schmerzhaften Bereich der Plantarfaszie geleitet. Wichtig dabei: Die Stoßwelle soll den Fersensporn nicht „zertrümmern“. Ziel der Fersensporn Behandlung ist vielmehr, biologische Prozesse im gereizten Gewebe anzuregen und die Heilung im Bereich des Sehnen- und Faszienansatzes zu unterstützen.

Im ROC setzen wir sowohl fokussierte als auch radiale Stoßwellen ein. Welche Form bei Ihren Fersenschmerzen sinnvoll ist, hängt unter anderem von der genauen Schmerzlokalisation, der Tiefe der betroffenen Struktur und dem individuellen Befund ab. Die Stoßwellentherapie eignet sich insbesondere bei länger bestehenden Beschwerden, einem klar lokalisierbaren Ansatzschmerz und einer Plantarfasziitis, die trotz konsequenter Basistherapie nicht ausreichend abheilt.

Für unsere Fersensporn Behandlung ist jedoch nicht allein entscheidend, wie lange die Beschwerden bestehen. Wir prüfen zunächst, ob tatsächlich die Plantarfaszie der Schmerztreiber ist und ob Stoßwelle zu Ihrem Befund passt.

TherapiebausteinGeeignet beiWichtig zu wissen
Dehnung und Belastungssteuerungfrühen Beschwerden, Anlaufschmerz, verkürzter Wadenmuskulaturbraucht regelmäßige Umsetzung über mehrere Wochen
Einlagen und SchuhberatungFehlbelastung, auffälliger Druckverteilung, hoher beruflicher Belastungsollte zur individuellen Fußmechanik passen
Stoßwellentherapiechronischer Plantarfasziitis, hartnäckigem Ansatzschmerzergänzt die Ursachenbehandlung, ersetzt sie aber nicht
Infiltrationausgeprägter lokaler Reizung bei passender IndikationNutzen und mögliche Risiken müssen individuell abgewogen werden
Operationseltenen, lang anhaltenden Beschwerden nach ausgeschöpfter konservativer Therapiebleibt bei Plantarfasziitis die Ausnahme

Injektionen und regenerative Verfahren bei hartnäckigen Fersenschmerzen

Wenn eine Fersensporn Behandlung über längere Zeit keine ausreichende Besserung bringt, fragen viele Patientinnen und Patienten nach Injektionen. Kortison kann Schmerzen und Entzündungsreaktionen kurzfristig reduzieren. Gerade im Bereich der Plantarfaszie muss eine solche Behandlung jedoch sorgfältig abgewogen werden. Wiederholte Kortisoninjektionen können das Gewebe schwächen und unter anderem das Risiko einer Schädigung der Plantarfaszie erhöhen.

Im ROC prüfen wir Infiltrationstherapien deshalb individuell und befundbezogen. Nicht jeder hartnäckige Fersenschmerz braucht eine Spritze. Wenn eine Injektion infrage kommt, besprechen wir mit Ihnen das Behandlungsziel, mögliche Risiken, Alternativen und die anschließende Belastungssteuerung. Auch regenerative Verfahren können bei ausgewählten chronischen Sehnen- und Faszienbeschwerden eine Rolle spielen. Dazu gehört beispielsweise die Eigenbluttherapie mit PRP. Dabei werden körpereigene Blutbestandteile aufbereitet und gezielt eingesetzt.

Für die Fersensporn Behandlung gilt jedoch auch hier: Regenerative Verfahren ersetzen weder die Korrektur einer Fehlbelastung noch Übungen, Belastungssteuerung oder geeignetes Schuhwerk. Ob eine solche Therapie bei Ihren Beschwerden sinnvoll ist, entscheiden wir anhand des individuellen Befundes.

Was hilft schnell bei Fersensporn?

Wer morgens kaum auftreten kann, sucht verständlicherweise nach schneller Hilfe bei Fersensporn. Kurzfristige Maßnahmen können den akuten Fersenschmerz lindern. Die Heilung einer gereizten Plantarfaszie benötigt trotzdem Zeit.

Folgende Maßnahmen können im Alltag helfen:

  • Dehnen Sie Wade und Fußsohle bereits vor den ersten Schritten am Morgen sanft.
  • Vermeiden Sie vorübergehend Barfußlaufen auf harten Böden.
  • Tragen Sie Schuhe mit ausreichender Dämpfung und stabiler Fersenführung.
  • Reduzieren Sie vorübergehend Sprünge, Sprints, Bergläufe und andere hohe Stoßbelastungen.
  • Kühlen Sie die Ferse nach stärkerer Belastung, wenn sich dies angenehm anfühlt.
  • Beobachten Sie, welche Aktivitäten Ihre Fersenschmerzen verstärken.

Eine Salbe gegen Fersensporn kann akute Beschwerden vorübergehend lindern, wenn der enthaltene Wirkstoff für Sie geeignet ist. Sie verändert jedoch nicht automatisch die Ursache der Überlastung. Auch Hausmittel bei Fersensporn wie vorsichtige Kühlung oder eine sanfte Massage der Fußsohle können ergänzend angenehm sein. Entscheidend bleibt, dass diese Maßnahmen keine stärkeren Schmerzen provozieren.

Wenn Sie seit mehreren Wochen Fersenschmerzen haben, bereits humpeln oder Sport und Alltag deutlich einschränken müssen, empfehlen wir eine orthopädische Untersuchung. So können wir feststellen, ob tatsächlich eine Plantarfasziitis beziehungsweise ein Fersensporn vorliegt und welche Fersensporn Behandlung zu Ihrem Befund passt.

Wie lange dauert die Heilung bei einem Fersensporn?

Eine der häufigsten Fragen lautet: Wie lange dauert ein Fersensporn? Gerade eine länger bestehende Plantarfasziitis kann hartnäckig sein. Die Beschwerden verschwinden häufig nicht innerhalb weniger Tage, sondern bessern sich schrittweise über Wochen bis Monate. Wie schnell sich die Ferse beruhigt, hängt unter anderem davon ab, wie lange die Beschwerden bereits bestehen, wie stark die Plantarfaszie gereizt ist und welchen Belastungen der Fuß im Alltag ausgesetzt bleibt. Ein positives Zeichen ist, wenn der morgendliche Anlaufschmerz nachlässt, Sie länger schmerzarm gehen können und die Ferse nach Belastungen schneller wieder zur Ruhe kommt. Deshalb betrachten wir bei der Fersensporn Behandlung nicht nur die aktuelle Schmerzstärke. Entscheidend ist, ob sich die Belastbarkeit des Fußes im Verlauf verbessert.

Wie lange ist man bei einem Fersensporn krankgeschrieben?

Wie lange Sie bei einem Fersensporn arbeitsunfähig sind, hängt stark von Ihrem Beruf, der Intensität der Fersenschmerzen und der täglichen Belastung ab. Wenn Sie überwiegend sitzen und Ihre Position regelmäßig wechseln können, ist eine Krankschreibung häufig nicht oder nur kurz erforderlich. Anders kann es aussehen, wenn Sie beruflich viele Stunden stehen, auf harten Böden arbeiten, lange Strecken zurücklegen oder schwere Lasten tragen. Bei ausgeprägtem Anlaufschmerz, deutlichem Hinken oder starken Beschwerden während des Arbeitstages kann eine vorübergehende Entlastung sinnvoll sein.

Im ROC beziehen wir die berufliche Situation deshalb in die Fersensporn Behandlung ein. Wir fragen beispielsweise: Wie lange stehen oder gehen Sie täglich? Auf welchem Untergrund arbeiten Sie? Welche Schuhe tragen Sie? Können Sie Belastungen vorübergehend reduzieren?

Diese Faktoren erscheinen zunächst nebensächlich, können für den Heilungsverlauf der Plantarfasziitis aber entscheidend sein.

Warum eine Operation bei Fersensporn nur selten notwendig ist

Die meisten Patientinnen und Patienten mit Plantarfasziitis beziehungsweise Fersensporn benötigen keine Operation. Konservative Maßnahmen stehen bei der Fersensporn Behandlung im Vordergrund und führen bei einem großen Teil der Betroffenen zu einer deutlichen Besserung.

Eine Operation beseitigt außerdem nicht automatisch die Faktoren, die zur Überlastung der Plantarfaszie geführt haben. Bleiben beispielsweise eine eingeschränkte Beweglichkeit der Wade, eine ungünstige Druckverteilung, Trainingsfehler oder andere mechanische Belastungen bestehen, können auch nach einem Eingriff Beschwerden auftreten. Die American Academy of Orthopaedic Surgeons beschreibt, dass sich bei mehr als 90 Prozent der Patientinnen und Patienten mit Plantarfasziitis die Beschwerden innerhalb von zehn Monaten nach Beginn einfacher konservativer Behandlungsmethoden verbessern. Bevor wir eine operative Behandlung in Betracht ziehen, prüfen wir deshalb, ob die konservativen Möglichkeiten konsequent ausgeschöpft wurden. Dazu können je nach Befund Belastungssteuerung, gezielte Übungen, Physiotherapie, Schuh- und Einlagenversorgung, Stoßwellentherapie sowie ausgewählte weitere Verfahren gehören.

Unser Ziel bei ROC Ortho ist eine Fersensporn Behandlung, die nicht nur den aktuellen Fersenschmerz betrachtet. Wir möchten verstehen, warum Ihre Plantarfaszie gereizt bleibt und welche Maßnahmen notwendig sind, damit Sie Ihren Fuß im Alltag, im Beruf und beim Sport wieder möglichst zuverlässig belasten können.

So läuft Ihre Fersensporn Behandlung im ROC ab

Eine erfolgreiche Fersensporn Behandlung beginnt bei uns mit einer genauen Einordnung Ihrer Beschwerden. Seit wann schmerzt die Ferse? Wann sind die Fersenschmerzen am stärksten? Welche Schuhe tragen Sie im Alltag und beim Sport? Wie viel stehen oder gehen Sie beruflich? Und welche Behandlungen haben Sie bereits ausprobiert? Anschließend untersuchen wir Fuß, Ferse, Sprunggelenk und Wadenmuskulatur. Dabei achten wir nicht nur auf den typischen Druckschmerz am Ansatz der Plantarfaszie, sondern auch auf Beweglichkeit, Fußstellung und mögliche Fehlbelastungen. Bei Bedarf beziehen wir Ihr Gangbild und die Druckverteilung unter dem Fuß in die Diagnostik ein.

Wenn die Ursache Ihrer Beschwerden feststeht, erstellen wir einen individuellen Behandlungsplan. Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Therapien gleichzeitig einzusetzen. Wir besprechen mit Ihnen, welche Maßnahmen für Ihren Befund sinnvoll sind und welche Priorität sie haben. Je nach Ursache und Dauer der Beschwerden kann Ihre Fersensporn Behandlung beispielsweise Belastungssteuerung, gezielte Übungen, Physiotherapie, eine Anpassung von Schuhwerk oder Einlagen, Stoßwellentherapie sowie bei ausgewählten Befunden weitere orthopädische oder regenerative Verfahren umfassen.

Wenn Physiotherapie für Ihren Verlauf sinnvoll ist, können wir die Behandlung eng mit ROC Physio abstimmen. So lassen sich ärztliche Diagnostik, Therapie und der schrittweise Belastungsaufbau miteinander verbinden.

Sie möchten Ihre Fersenschmerzen abklären lassen? Über den Servicebereich von ROC Ortho können Sie einen Termin vereinbaren. Bringen Sie vorhandene Röntgen-, MRT- oder Ultraschallbilder sowie Informationen zu bisherigen Behandlungen gerne mit. Hinweise zur Terminplanung und Anfahrt finden Sie ebenfalls auf unserer Website.

Das Ärzte-Team

Dr. Daniel Filesch

Dr. med. Daniel Filesch

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

Dr. Martina Berger

Martina Berger

Ärztin für regenerative orthopädische Verfahren

Dr. med. Edan Manos

Dr. med. Edan Manos

Arzt für regenerative orthopädische Verfahren

Dr. Patrick Heine

Patrick Heine

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

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Häufige Fragen zur Fersensporn Behandlung

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