Digitales Röntgen

Manchmal liefert bereits eine gezielte Röntgenaufnahme entscheidende Informationen: Ist ein Knochen gebrochen? Wie sieht der Gelenkspalt aus? Gibt es Hinweise auf Arthrose oder andere knöcherne Veränderungen?

Bei uns im ROC steht Ihnen dafür ein digitales Röntgensystem direkt in der Praxis zur Verfügung. So können wir die Aufnahmen zeitnah mit Ihren Beschwerden und den Ergebnissen der körperlichen Untersuchung abgleichen und die nächsten diagnostischen oder therapeutischen Schritte mit Ihnen besprechen.

Was ist digitales Röntgen?

Röntgen, auch Radiografie genannt, ist ein bildgebendes Verfahren, das vor allem zur Darstellung von Knochen und Gelenken eingesetzt wird. Bei einer digitalen Röntgenuntersuchung durchdringen Röntgenstrahlen für einen kurzen Moment die untersuchte Körperregion. Ein digitaler Detektor erfasst die Strahlung und wandelt sie in ein Bild um. Knochen erscheinen aufgrund ihrer höheren Dichte heller als das umliegende Gewebe. Die Aufnahmen stehen unmittelbar digital zur Verfügung. Sie können am Bildschirm betrachtet, vergrößert, nachbearbeitet, gespeichert und mit früheren Aufnahmen verglichen werden.

Wann setzen wir digitales Röntgen im ROC ein?

Eine Röntgenuntersuchung kann bei verschiedenen orthopädischen Beschwerden und Fragestellungen sinnvoll sein, beispielsweise:

  • bei Verdacht auf einen Knochenbruch
  • nach einem Unfall oder einer Verletzung
  • zur Beurteilung von Gelenken und Gelenkspalten
  • bei Verdacht auf Arthrose
  • zur Darstellung knöcherner Fehlstellungen
  • bei Veränderungen an der Wirbelsäule
  • zur Beurteilung von Verkalkungen
  • zur Kontrolle nach bestimmten Operationen
  • zur Beurteilung von Implantaten oder Gelenkprothesen
  • zur Verlaufskontrolle bekannter knöcherner Veränderungen

Ob eine Röntgenaufnahme erforderlich ist, entscheiden wir anhand Ihrer Beschwerden, der körperlichen Untersuchung und bereits vorhandener Befunde.

Was kann man auf einem Röntgenbild erkennen?

Röntgenaufnahmen eignen sich besonders zur Beurteilung von Knochen und knöchernen Gelenkstrukturen.

Erkennbar sein können unter anderem:

  • Knochenbrüche
  • knöcherne Fehlstellungen
  • Veränderungen des Gelenkspalts
  • bestimmte Zeichen einer Arthrose
  • knöcherne Anbauten
  • Verkalkungen
  • Veränderungen an Wirbelkörpern
  • die Lage bestimmter Implantate
  • Auffälligkeiten der Knochenstruktur

Ein Röntgenbild zeigt jedoch nicht jede Ursache von Beschwerden. Menisken, Bandscheiben, Sehnen, Bänder, Muskeln und Nerven lassen sich damit nur eingeschränkt oder gar nicht beurteilen.

Wenn vor allem Weichteilstrukturen untersucht werden sollen, können ein offenes MRT oder eine Ultraschalluntersuchung geeigneter sein.

So läuft die Röntgenuntersuchung bei uns ab

Vor der Aufnahme besprechen wir Ihre Beschwerden und untersuchen die betroffene Körperregion. Bereits vorhandene Röntgen-, MRT- oder CT-Aufnahmen beziehen wir nach Möglichkeit in die Beurteilung ein. Für die Untersuchung müssen gegebenenfalls Kleidung, Schmuck oder andere Gegenstände abgelegt werden, wenn diese Metall enthalten oder die Aufnahme überlagern könnten. Unser Team positioniert die zu untersuchende Körperregion entsprechend der medizinischen Fragestellung. Häufig werden Aufnahmen aus mehreren Richtungen angefertigt, da eine einzelne Perspektive nicht immer ausreicht. Die eigentliche Aufnahme dauert nur einen kurzen Moment. Wichtig ist, dass Sie währenddessen ruhig bleiben und die vorgegebene Position einhalten. Wenn eine Haltung aufgrund Ihrer Beschwerden nicht möglich ist, informieren Sie unser Team bitte frühzeitig. Anschließend stehen die Bilder digital zur ärztlichen Beurteilung zur Verfügung. Wir erklären Ihnen, welche Veränderungen erkennbar sind und ob weitere Untersuchungen sinnvoll sind.

Vorteile des digitalen Röntgens im ROC

Da sich unser digitales Röntgensystem direkt in der Praxis befindet, können wir die Bildgebung eng mit der orthopädischen Untersuchung verbinden.

Das bietet Ihnen:

  • kurze Wege innerhalb des ROC
  • unmittelbar digital verfügbare Aufnahmen
  • ärztliche Einordnung im Zusammenhang mit Ihren Beschwerden
  • Vergleichsmöglichkeiten mit vorhandenen Bildern
  • gezielte Planung der nächsten diagnostischen Schritte
  • bei Bedarf die Ergänzung durch weitere Verfahren im ROC

Unser Ziel ist nicht, möglichst viele Aufnahmen anzufertigen. Wir setzen Röntgen dann ein, wenn die Untersuchung für die jeweilige Fragestellung medizinisch sinnvoll ist.

Strahlenbelastung beim digitalen Röntgen

Röntgenuntersuchungen arbeiten mit ionisierender Strahlung. Deshalb wägen wir vor jeder Aufnahme ab, ob sie medizinisch erforderlich ist und ob ein anderes Verfahren ohne Röntgenstrahlung die Fragestellung ebenso gut beantworten kann. Die Strahlenexposition hängt unter anderem von der untersuchten Körperregion, der Anzahl der Aufnahmen und den gewählten Geräteeinstellungen ab. Durch die Begrenzung des Aufnahmefeldes und an die Fragestellung angepasste Einstellungen wird die Strahlendosis so niedrig wie für eine ausreichende Bildqualität sinnvoll gehalten.

Pauschale Aussagen zur Strahlenbelastung einer Röntgenuntersuchung sind nicht möglich, da sich beispielsweise eine Aufnahme eines Fingers deutlich von einer Aufnahme der Wirbelsäule unterscheidet.

Wann wird eine Bleischürze verwendet?

Unser Team richtet sich beim Einsatz von Schutzmitteln nach den aktuellen strahlenschutzrechtlichen und fachlichen Empfehlungen.

Röntgen während einer Schwangerschaft

Bitte informieren Sie uns vor der Untersuchung unbedingt, wenn eine Schwangerschaft besteht oder nicht sicher ausgeschlossen werden kann.

Digitales Röntgen, DVT oder MRT?

Welches bildgebende Verfahren geeignet ist, hängt von der medizinischen Fragestellung ab.

Digitales Röntgen

Das digitale Röntgen liefert zweidimensionale Aufnahmen und eignet sich besonders für die erste Beurteilung von Knochen, Gelenken und möglichen Frakturen.

Digitales Volumentomogramm

Das digitale Volumentomogramm erstellt dreidimensionale Aufnahmen ausgewählter knöcherner Regionen. Es kann bei bestimmten Fragestellungen zusätzliche räumliche Informationen liefern.

MRT (Magnetresonanztomographie)

Ein MRT arbeitet ohne ionisierende Röntgenstrahlung und eignet sich besonders zur Darstellung von Weichteilstrukturen wie Bandscheiben, Menisken, Sehnen, Bändern, Muskeln und Nerven.

Nicht das technisch aufwendigste Verfahren ist automatisch das beste. Entscheidend ist, welches Verfahren die konkrete medizinische Frage beantworten kann.

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