
Eine Baker-Zyste ist eine mit Gelenkflüssigkeit gefüllte Ausstülpung in der Kniekehle. Sie entsteht häufig als Folge einer Erkrankung oder Schädigung des Kniegelenks, beispielsweise bei Arthrose, einem Meniskusschaden oder entzündlichen Veränderungen. Während kleine Baker-Zysten oftmals keine Beschwerden verursachen, können größere Zysten zu Schmerzen, einem ausgeprägten Spannungsgefühl und Bewegungseinschränkungen führen.
Im ROC in Aschheim bei München untersuchen wir deshalb nicht nur die Baker-Zyste selbst, sondern insbesondere die zugrunde liegende Ursache im Knie. Neben konservativen Behandlungen bieten wir bei entsprechender Indikation mit der kathetergestützten bipolaren Thermoablation (RFITT) eine minimalinvasive Behandlungsmöglichkeit der Baker-Zyste an.
Eine Baker-Zyste – auch Poplitealzyste oder Synovialzyste genannt – ist eine mit Gelenkflüssigkeit gefüllte Ausstülpung im Bereich der Kniekehle. Sie entsteht, wenn sich vermehrt Flüssigkeit im Kniegelenk bildet und diese in einen mit dem Gelenk verbundenen Schleimbeutel an der Rückseite des Knies gelangt.
Die Baker-Zyste ist daher bei Erwachsenen häufig nicht die eigentliche Erkrankung, sondern eine Folge eines Problems innerhalb des Kniegelenks. Für eine nachhaltige Behandlung ist es deshalb wichtig, nicht nur die Zyste, sondern auch deren Ursache zu diagnostizieren und gegebenenfalls zu behandeln.
Eine Baker-Zyste entsteht häufig dann, wenn eine Erkrankung oder Verletzung des Kniegelenks zu einer vermehrten Produktion von Gelenkflüssigkeit führt.
Mögliche Ursachen sind unter anderem:
Die vermehrte Gelenkflüssigkeit kann sich über eine Verbindung zur Kniekehle in einem Schleimbeutel sammeln. Dieser vergrößert sich und bildet die typische Zyste.
Deshalb steht bei ROC Ortho vor einer Behandlung die genaue Untersuchung des Kniegelenks im Vordergrund.
Kleine Baker-Zysten bleiben häufig unbemerkt und werden teilweise zufällig bei einer Untersuchung des Knies entdeckt. Mit zunehmender Größe können jedoch Beschwerden auftreten.
Typische Symptome sind:
In einigen Fällen können Schmerzen oder Schwellungen bis in die Wade ausstrahlen.
Am Anfang steht eine ausführliche orthopädische Untersuchung. Dabei beurteilen wir nicht nur Größe und Lage der Baker-Zyste, sondern suchen gezielt nach möglichen Veränderungen innerhalb des Kniegelenks.
Je nach Befund können bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder MRT sinnvoll sein. Insbesondere das MRT ermöglicht eine detaillierte Darstellung von Menisken, Knorpel, Bändern und weiteren Strukturen des Kniegelenks.
Im ROC steht dafür bei entsprechender Fragestellung auch unser offenes MRT direkt am Standort in Aschheim zur Verfügung.
Ziel der Diagnostik ist die entscheidende Frage: Warum hat sich die Baker-Zyste gebildet?
Nicht jede Baker-Zyste muss behandelt werden. Verursacht sie keine oder nur geringe Beschwerden, kann zunächst beobachtet werden. Bei symptomatischen Baker-Zysten richtet sich die Behandlung nach Größe, Beschwerden und insbesondere nach der zugrunde liegenden Ursache.
Je nach Befund kommen verschiedene Therapieansätze infrage.
Bei leichteren Beschwerden können zunächst konservative Maßnahmen eingesetzt werden. Dazu gehören beispielsweise eine vorübergehende Anpassung der Belastung, physiotherapeutische Maßnahmen und eine gezielte Behandlung der zugrunde liegenden Knieerkrankung.
Welche Therapie sinnvoll ist, hängt wesentlich davon ab, wodurch die vermehrte Flüssigkeitsbildung im Knie ausgelöst wird.
Bei einer Punktion wird die Flüssigkeit mithilfe einer Nadel aus der Zyste entfernt. Dadurch kann der Druck in der Kniekehle zunächst reduziert werden.
Die Punktion beseitigt allerdings nicht automatisch die Ursache der Flüssigkeitsbildung. Besteht die zugrunde liegende Erkrankung des Kniegelenks weiter, kann sich erneut Flüssigkeit ansammeln und die Baker-Zyste wieder auftreten.
Bei ausgeprägten Beschwerden kann in ausgewählten Fällen eine operative Behandlung infrage kommen. Ob eine Operation notwendig und sinnvoll ist, hängt von der individuellen Situation sowie der zugrunde liegenden Knieerkrankung ab.
Im ROC bieten wir bei entsprechender Indikation eine weitere Behandlungsmöglichkeit an: die kathetergestützte bipolare Thermoablation (RFITT).
Dabei wird die Baker-Zyste nicht über einen größeren offenen Zugang entfernt. Stattdessen wird nach örtlicher Betäubung minimalinvasiv ein Katheter beziehungsweise eine Elektrode in die Zyste eingebracht.
Durch hochfrequenten bipolaren Wechselstrom entsteht kontrolliert Wärme im behandelten Gewebe. Ziel ist es, die Zystenwand thermisch zu behandeln und eine Schrumpfung des Gewebes zu erreichen.
Die Anwendung der Kathetertherapie bei Baker-Zysten erfolgt als Off-Label-Use. Vor der Behandlung klären wir deshalb ausführlich über das Verfahren, mögliche Alternativen sowie Chancen und Risiken auf.
Die alleinige Behandlung der Baker-Zyste reicht nicht in jedem Fall aus. Besteht beispielsweise eine Arthrose, ein Meniskusschaden oder eine andere Erkrankung des Kniegelenks fort, kann weiterhin vermehrt Gelenkflüssigkeit entstehen.
Dadurch besteht grundsätzlich die Möglichkeit, dass sich erneut eine Baker-Zyste bildet.
Im ROC betrachten wir deshalb Zyste und Kniegelenk gemeinsam. Mithilfe einer gezielten Diagnostik klären wir zunächst, welche Veränderungen im Gelenk für die Beschwerden und die Flüssigkeitsbildung verantwortlich sein können.
Anschließend erstellen wir einen individuellen Therapieplan, der sowohl die Baker-Zyste als auch – sofern erforderlich – die zugrunde liegende Knieerkrankung berücksichtigt.
Vor dem Eingriff erfolgt eine ausführliche Untersuchung des Kniegelenks. Dabei prüfen wir, ob die RFITT-Behandlung für Ihren individuellen Befund infrage kommt und ob zusätzlich eine Behandlung der zugrunde liegenden Knieerkrankung erforderlich ist.
Die Behandlung erfolgt minimalinvasiv unter örtlicher Betäubung. Über einen kleinen Zugang wird die Elektrode in die Baker-Zyste eingebracht. Anschließend wird die Zystenwand kontrolliert thermisch behandelt.
Nach dem Eingriff erhalten Sie individuelle Empfehlungen zur Belastung und Nachsorge. Wie schnell das Knie wieder belastet werden kann, hängt vom jeweiligen Befund und möglichen Begleiterkrankungen des Kniegelenks ab.

Umfassende Knie-Diagnostik
Wir untersuchen nicht nur die Baker-Zyste, sondern gezielt deren mögliche Ursache im Kniegelenk.

Minimalinvasive Therapie
Bei geeigneter Indikation kann die RFITT eine minimalinvasive Behandlungsoption darstellen.

Moderne Bildgebung
Mit Ultraschall und unserem offenen MRT stehen wichtige diagnostische Möglichkeiten direkt am Standort zur Verfügung.

Individuelles Behandlungskonzept
Die Behandlung richtet sich nach Ihren Beschwerden, der Ursache der Baker-Zyste und dem Zustand des gesamten Kniegelenks.

Dr. med. Daniel Filesch
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

Martina Berger
Ärztin für regenerative orthopädische Verfahren

Dr. med. Edan Manos
Arzt für regenerative orthopädische Verfahren

Patrick Heine
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie



Sie haben eine Schwellung in der Kniekehle, Schmerzen oder bereits die Diagnose einer Baker-Zyste erhalten? Im ROC untersuchen wir sowohl die Zyste als auch mögliche Ursachen innerhalb des Kniegelenks.
Auf Grundlage der Diagnostik besprechen wir mit Ihnen, ob eine konservative Therapie, Punktion, die minimalinvasive RFITT-Behandlung oder eine andere Behandlung der zugrunde liegenden Knieerkrankung sinnvoll ist.