Mobiler C-Bogen für bildgesteuerte Eingriffe

Der mobile C-Bogen ist ein Röntgensystem, das während orthopädischer Behandlungen und minimalinvasiver Eingriffe eingesetzt werden kann. Er liefert unmittelbar verfügbare Röntgenbilder und ermöglicht es der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt, anatomische Strukturen sowie die Position von Instrumenten oder Injektionsnadeln während des Eingriffs zu kontrollieren.

Im ROC in Aschheim bei München setzen wir den mobilen C-Bogen insbesondere bei ausgewählten Behandlungen an der Wirbelsäule und an Gelenken ein.

Was ist ein mobiler C-Bogen?

Der Name des Geräts leitet sich von seiner C-förmigen Konstruktion ab. An einem Ende befindet sich die Röntgenquelle, am anderen der Bilddetektor. Der Bogen kann um die zu untersuchende Körperregion bewegt werden, sodass Röntgenaufnahmen aus unterschiedlichen Richtungen möglich sind.

Die Bilder werden direkt auf einem Bildschirm dargestellt. Dadurch kann die Position anatomischer Strukturen, einer Injektionsnadel oder eines medizinischen Instruments während des Eingriffs überprüft und bei Bedarf angepasst werden.

Wofür wird der C-Bogen in der Orthopädie eingesetzt?

Der mobile C-Bogen wird nicht in erster Linie für eine eigenständige diagnostische Untersuchung eingesetzt. Er dient vor allem der bildgebenden Kontrolle während bestimmter Behandlungen.

Mögliche Einsatzgebiete sind:

  • bildgesteuerte Infiltrationen an der Wirbelsäule
  • ausgewählte interventionelle Schmerztherapien
  • gezielte Behandlungen an Gelenken
  • Kontrolle der Position von Injektionsnadeln oder Instrumenten
  • bestimmte minimalinvasive orthopädische Eingriffe
  • Darstellung knöcherner Strukturen während einer Behandlung

Ob eine Behandlung unter C-Bogen-Kontrolle sinnvoll ist, hängt von der betroffenen Körperregion, der medizinischen Fragestellung und dem geplanten Eingriff ab.

Bildgesteuerte Infiltrationen an der Wirbelsäule

Bei Infiltrationen an der Wirbelsäule liegen Nervenwurzeln, Wirbelgelenke und andere empfindliche Strukturen eng beieinander. Der mobile C-Bogen kann dabei helfen, die relevanten knöchernen Orientierungspunkte darzustellen und die Position der Injektionsnadel während der Behandlung zu kontrollieren.

Bei bestimmten Eingriffen kann zusätzlich ein Kontrastmittel eingesetzt werden. Dadurch lässt sich überprüfen, wie sich die injizierte Flüssigkeit verteilt. Ob ein Kontrastmittel erforderlich ist, wird vor der Behandlung individuell entschieden und mit Ihnen besprochen.

Weitere Informationen finden Sie auf unseren Seiten zu den Infiltrationstherapien und zum Racz-Katheter.

Wie läuft eine Behandlung mit dem C-Bogen ab?

Vor dem Eingriff besprechen wir mit Ihnen den Ablauf, die geplante Behandlung und mögliche Risiken. Vorhandene Aufnahmen und Befunde werden in die Planung einbezogen.

Während der Behandlung liegen Sie auf einer speziellen Untersuchungsliege. Der C-Bogen wird über der entsprechenden Körperregion positioniert. Je nach Eingriff werden einzelne Röntgenaufnahmen oder kurze Durchleuchtungssequenzen erstellt.

Die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt sieht die Aufnahmen direkt auf einem Monitor und kann die Position der Nadel beziehungsweise des Instruments kontrollieren. Nach Abschluss des Eingriffs wird die behandelte Stelle versorgt und das weitere Verhalten mit Ihnen besprochen.

Welche Vorteile bietet die Bildkontrolle?

Die Röntgenkontrolle kann bei bestimmten Eingriffen eine gezielte Orientierung ermöglichen. Zu den möglichen Vorteilen gehören:

  • unmittelbare Darstellung knöcherner Strukturen
  • Kontrolle aus unterschiedlichen Aufnahmerichtungen
  • Überprüfung der Position einer Injektionsnadel oder eines Instruments
  • direkte Beurteilung während des Eingriffs
  • gezielte Anpassung des Vorgehens an die anatomischen Verhältnisse

Der C-Bogen ersetzt jedoch nicht die vorausgehende Diagnostik. Je nach Fragestellung können zuvor eine körperliche Untersuchung sowie MRT-, Röntgen-, DVT- oder Ultraschallaufnahmen erforderlich sein.

Strahlenbelastung und Strahlenschutz

Da der mobile C-Bogen mit Röntgenstrahlung arbeitet, wird er nur eingesetzt, wenn die Bildkontrolle für den geplanten Eingriff medizinisch sinnvoll ist.

Die Strahlenexposition hängt unter anderem von der behandelten Körperregion, der Dauer der Durchleuchtung und der Anzahl der benötigten Aufnahmen ab. Durch kurze Bildsequenzen, gepulste Durchleuchtung und eine gezielte Begrenzung des untersuchten Bereichs wird die Strahlenbelastung so gering wie für den jeweiligen Eingriff sinnvoll gehalten.

Bitte informieren Sie uns vor der Behandlung, wenn eine Schwangerschaft besteht oder nicht sicher ausgeschlossen werden kann.

C-Bogen oder Ultraschallkontrolle?

Sowohl der C-Bogen als auch der Ultraschall können zur Bildkontrolle bei orthopädischen Eingriffen eingesetzt werden. Welches Verfahren geeigneter ist, hängt von der Zielstruktur und der medizinischen Fragestellung ab.

Der Ultraschall eignet sich besonders für die Darstellung von Weichteilen, Sehnen, Muskeln, Flüssigkeitsansammlungen und oberflächlicher gelegenen Strukturen. Der C-Bogen stellt vor allem knöcherne Orientierungspunkte gut dar und kann deshalb bei bestimmten Eingriffen an der Wirbelsäule oder an Gelenken eingesetzt werden.

Die Auswahl des Verfahrens erfolgt individuell anhand des geplanten Eingriffs.

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